Texthonorare oder die Sache mit dem Vollkornbrot | offensichtlich

Oder anders: Wer ein frisches Vollkornbrot mit gesunden Zutaten haben will, muss beim Bäcker dafür 2 oder 3 Euro bezahlen. Wer für die gleiche Menge Brot aber nur 39 Cent ausgeben will, bekommt dafür im Diskounter halt eben nur die Packung Aufbackbrötchen – und ich habe noch niemanden erlebt, der beim Bäcker sagte: Nö, die 2 Euro, die Du haben willst, zahle ich nicht, ich gebe Dir dafür aber gerne 40 Cent, das ist das gleiche, was ich im Diskounter zahlen muss.

Damit bringt die Autorin es erfrischend auf den Blog. Wie es sein sollte. Aber die Praxis sieht heute doch oftmals anders aus. Denn die in ihrem Beitrag erwähnten Germanisten produzieren zu Dumping-Preisen SEO-Futter. Und ruinieren die Preise für wirklichen Content. Da wo Texte und Botschaften zu "Content" verkommen, verkommen aus meiner Sicht eben auch die Honorare.

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Der Jedermann-Internet-Journalist : Gefahr im Web | Off the record

Was den echten Journalisten von einem selbsternannten Journalisten unterscheidet – rein äußerlich – das ist der Presseausweis. Zwar kann jeder Saftpresse-Laden einen “Presseausweis” ausstellen, aber so ein Plastikkärtchen ist allenfalls im Winter verwendbar. Als Autoscheibenkratzer. Den deutschen Presseausweis dagegen bekommen nur tatsächliche Journalisten.

Ui, was für eine sinnlose Diskussion. Oder anders herum: Schlimm, dass der Standesdünkel sein Wesen immer noch in dieser Form treibt.

Und noch schlimmer, dass sich ein Blatt wie Horizont dazu hergibt, eine seit ewigen Zeiten im Internet und den Lokalmedien einer Kleinstadt tobenden Fehde zwischen dem Autoren und seinem Widersacher ein Forum zu geben.

Der Presseausweis ist jedenfalls tatsächlich, auch der, der von den "offiziellen Stellen herausgegeben wird, nur noch ein Plastikkärtchen. Für die journalistische Arbeit oder Zugang zu Informationen ist er jedenfalls nicht mehr notwendig.

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Reinventing Print Media

Reinventing Print Media

Four new strategies offer a path to future profits for today’s troubled newspaper and magazine companies.

Among its other effects, the global recession of 2008–09 is catalyzing a permanent change in the media landscape. After years of gradual audience erosion, the pressure on newspapers and magazines has accelerated. Severe cutbacks in conventional advertising — even when subscriptions or newsstand sales are robust — are slicing deeply into publishers’ revenues and shredding profitability. And it has affected print more than any other medium: Although overall advertising revenues fell by mid-single digits in 2008, newspapers, consumer magazines, and business-to-business trade publications saw print advertising declines of two to three times that. Performance has worsened so far in 2009.

Aus meiner Sicht ein sehr lesenswerter Artikel über zukunftsfähige Strategien für Verlage, um einen Ausweg aus der herbeigeredeten, aber auch selbstverschuldeten Krise zu finden.

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